Erfahrungsberichte Ehemaliger

Was bringt mir ein Praktikum oder Europäischer Freiwilligendienst bei Pragkontakt?

Sechs Monate oder ein Jahr ins Ausland nach Prag, viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln und sich dabei sinnvoll engagieren. Bei einem Praktikumseinsatz oder im Europäischen Freiwilligendienst bei Pragkontakt kannst Du in Prag die tschechische Kultur hautnah erleben, Dich und Deine Fähigkeiten bei der Organisation von Bildungs- und Begegnungsprogrammen für deutschsprachige Gruppen weiterentwickeln.

Hier kannst Du nachlesen, welche praktischen Erfahrungen unsere Ehemaligen mitgenommen haben und wie sie den kulturellen Austausch erlebt haben!

Sophie Henning

Europäischer Freiwilligendienst: 01.09.2013 - 30.08.2014

Wie sehr mich mein Jahr als Europäische Freiwillige bei Pragkontakt bereichert hat, wird mir eigentlich erst jetzt, da ich meinen Studienbeginn organisieren muss, so richtig bewusst. Seit dem Beginn des Freiwilligendienstes habe ich die Bildungsprogramme „meiner“ Gruppen selbstständig organisiert und betreut. Dadurch habe ich gelernt, etwas vom Anfang bis zum Ende durchzuplanen. Zudem habe ich ein Auge auch für auf den ersten Blick unwichtige Details, die aber bei der Organisationsarbeit trotzdem eine entscheidende Rolle spielen können, gewonnen. Darüber hinaus ist mein Zeitmanagement deutlich besser geworden.

Aber nicht nur im Hinblick auf (selbst-)organisatorische Fähigkeiten, sondern auch auf meine persönliche Entwicklung habe ich sehr von meinem Freiwilligendienst profitiert. Sowohl der bloße Auszug aus dem Elternhaus als auch die Erfahrung, den Alltag in einem Land meistern zu müssen, dessen Sprache ich zu Beginn überhaupt nicht beherrschte, haben mich selbstbewusster und offener gemacht.

Große Freude hat es mir außerdem bereitet, Tschechisch zu lernen. Dank des Sprachkurses und der Geduld meiner tschechischen Kolleginnen konnte ich meine Sprachkenntnisse mit dem Fortschreiten meines Dienstes immer stärker in meine tägliche Arbeit einbinden, sodass auch ein größerer Nutzen für mich ersichtlich war.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass Prag natürlich einfach eine wunderschöne, an Kultur- und Freizeitangeboten reiche Stadt ist. Es lohnt sich, sie kennenzulernen!

Veronika "Amelie" Bader

Praktikum: 01.09.2012 – 28.02.2013

Von September 2012 bis Februar 2013 war ich Praktikantin bei Pragkontakt und durfte so die Stadt noch in den letzten warmen Herbsttagen und dann winterlich verschneit kennen lernen. Beworben hatte ich mich um diese Stelle, weil ich im Bereich der interkulturellen Bildungsarbeit praktische Erfahrungen sammeln wollte und darüber hinaus die Chance ergreifen wollte, Prag näher – und nicht nur touristisch - kennenzulernen. Der Schwerpunkt meiner Aufgaben verlagerte sich im Laufe dieses halben Jahres von intensiver Betreuung der Reisegruppen im September und Oktober hin zu mehr textlastigen Aufgaben bzw. Bürotätigkeiten. Ich war zuständig für die Unterstützung der jeweiligen Gruppenleiter bei der Planung ihrer Pragreise, für das Herstellen von Kontakten zu Institutionen, Vermittlung von Zeitzeugen und Stadtführern und die Koordination - vor Ort durfte ich die Gruppen dann jeweils persönlich kennenlernen und auch bei einigen Programmpunkten wie beispielsweise bei Schülerbegegnungen oder einem Vortrag im Prager Literaturhaus etc. selbst dabei sein. Im Winter war dann mehr Zeit für das Erstellen des Pressespiegels, neuer Flyer und Newsletter, der Ausarbeitung zukünftiger Projektziele im Team und die Auswertung von Evaluationen der Gruppenaufenthalte und Programmpunkte. Dabei lernte ich, ergebnisorientiert zu arbeiten und das Gefühl zu schätzen, einen ausgedruckten Zeitplan in den Händen zu halten. Außerdem freue ich mich immer noch darüber, mit dem Ausarbeiten eines Projektantrages einen Beitrag für das Projekt geleistet zu haben. Insgesamt war es eine lehrreiche und schöne Zeit in einem sehr harmonischen und produktiven Team, in das ich mich von Anfang an integriert gefühlt hatte. Zurückgekehrt bin ich mit neuen Freundschaften und der Lust, Prag immer wieder neu zu entdecken und so oft wie möglich zu besuchen!

Christin Löchner

Europäischer Freiwilligendienst: 01.09.2010 – 31.08.2011

Pragkontakt bietet Menschen die Möglichkeit, im Bildungsbereich der Brücke/Most-Stiftung die Non-Profit-Arbeit kennenzulernen und gleichzeitig eine wunderbare Stadt und ein tolles Land zu erleben. Was Pragkontakt so besonders macht, ist der Freiraum, eigene Ideen und Kreativität zu entwickeln und diese umzusetzen. Bei der Schwerpunktsetzung werden die eigenen Fähigkeiten gefördert und darüber hinaus erlernt man durch die vielseitigen Aufgaben eine Menge neuer Kompetenzen. Dabei hat man nie das Gefühl, eine stereotypische Praktikantin oder eine Freiwillige zu sein - man ist vielmehr ein gleichwertiges Mitglied im Team, das ein gemeinsamer Anspruch verbindet. Konkret am Angebot beeindruckt mich das interaktive Begegnen von Menschen und Geschichte, das eine Auseinandersetzung mit Themen greifbarer gestaltet. In meiner Zeit als Freiwillige konnten wir ein Projekt ins Leben rufen, das auf verschiedenen Ebenen rechte Ideologie und Codes grenzüberschreitend thematisiert - ein meines Erachtens wichtiger Schritt durch Kenntnis Ressentiments und Diskriminierung entgegenzutreten. Nach meinem Freiwilligendienst unterstützte ich während meines zweimonatigen Pragaufenthalts Anfang 2014 abermals Pragkontakt und half dabei, Grenzen zu überwinden und weitere Brücken zu bauen.

Katrin Freundorfer

Europäischer Freiwilligendienst 01.09.2009 - 31.08.2010

Warum hast du dich für den EFD bei Pragkontakt entschieden?

Ich bin am Rande des bayerischen Waldes relativ nahe an der tschechischen Grenze aufgewachsen. Jedoch gab es so gut wie keinen Kontakt und kaum Informationen zu dem tschechischen Nachbarland. Daher kam meine Neugierde. Pragkontakt habe ich dann im Internet entdeckt und war von dem Konzept, dem deutsch-tschechischen Austausch und der Möglichkeit organisatorisch-kreativ zu arbeiten, begeistert.

Welche Tätigkeiten gehörten zu deinem Aufgabenbereich?

Ich habe den Aufenthalt der deutschsprachigen Gruppen mitgeplant, Räume und Referenten organisiert und die Gruppe auch vor Ort ein wenig betreut. Zudem fielen weitere organisatorische und administrative Aufgaben für das Büro von Pragkontakt an.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

In meiner Freizeit habe ich in einem tschechischen Kirchenchor gesungen. Des Weiteren habe ich das vielfältige kulturelle Angebot der Stadt Prag mit Oper, Konzerten, Ballett, Theater und vielem mehr genutzt. Einen Großteil meiner Freizeit mit anderen europäischen Freiwilligen verbracht und so wertvolle Freundschaften aufgebaut.

Was war deine schönste Erfahrung?

Zu meinen schönsten und wertvollsten Erfahrungen während des Freiwilligendienstes gehören die Begegnungen mit den Zeitzeugen im Rahmen von Pragkontakt. Was hast du während deines Praktikums und Freiwilligendienstes gelernt? Von den vielen, vielen Sachen, die ich gelernt habe, möchte ich vor allem folgendes hervorheben: eigenständig zu leben und zu arbeiten, organisatorisches Know-How, selbstbewusstes Sprechen vor (größeren Gruppen), zurechtkommen, auch wenn man die Sprache vor Ort nicht spricht.

Ins Ausland zu gehen kann sehr teuer sein. Wie hast du dich in dieser Zeit finanziert?

Die Miete wurde durch den Freiwilligenfördertopf bezahlt und ich habe ein bisschen Freiwilligen-Taschengeld bekommen. Zudem habe ich noch deutsches Kindergeld erhalten. So konnte ich zwar keine großen Sprünge machen, aber konnte wunderbar leben, ohne meine Ersparnisse belangen zu müssen.